4 Tipps, wie Sie Millennials überzeugen können

4 Tipps, wie Sie Millennials überzeugen können

Millennials – ein Modewort. Aber nicht nur. Der Ausdruck beschreibt den Teil der Bevölkerung, der am Ende des letzten Jahrtausends (ca. 1981-1999) zur Welt gekommen ist, und diese Gruppe macht laut Statistika immerhin ein Viertel der Bevölkerung (und 46% der Berufstätigen) aus. Was machen Sie, um gerade diese Gruppe anzusprechen?

Millennials: eine völlig andere Generation

Diese junge Generation unterscheidet sich in (fast) allen Punkten von ihren Vorgängern. Der Beweis in Zahlen:

Außerdem besitzen Millennials im Duchschnitt 7,7 vernetzte Geräte und sind 17,8 Stunden online – pro Tag!

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Millennials sind anders als andere Generationen…

Die Zahlen zeigen, dass die Generation der Millennials weitestgehend vernetzt ist: Diese „Digital Natives“ haben neue Technologien in die Wiege gelegt bekommen. Traditionelle Werbung interessiert sie nicht. Dagegen sind sie sehr offen für personalisierte Botschaften und die Bewertungen Gleichgesinnter, um sich eine Meinung über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bilden.

Lassen Sie es uns ganz klar sagen: Wer das nächste Jahrzehnt überstehen möchten, muss die Millennials für sich gewinnen.

1. Bieten Sie mehr Personalisierung für Besucher mit immer größerer Erwartungshaltung

Der Ausdruck „One size fits all“ war gestern. Standardgrößen und -inhalte sind heute einfach nicht mehr angesagt. Gerade Millennials fordern kontextuale Erfahrungen, zugeschnitten auf ihre Anforderungen und ihr Online-Verhalten.

So sind 71% dieser Generation bereit, ihrem Telefonanbieter persönliche Daten preiszugeben, wenn das die User Experience verbessert.

Millennials wollen immer mehr, und zwar sofort.

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Personalisierung ist keine Option mehr… jedenfalls nicht für Millennials.

Personalisierung – ein absolutes Muss

Ein gutes Beispiel für erfolgreiche Personalisierung ist und bleibt Amazon. Was angepasste Inhalte angeht, ist das Unternehmen einfach unschlagbar.

Mein französischer Kollege Clément (ein Millennial) hat das gemerkt. Er hatte zum Geburtstag seiner Nichte ein Buch auf Amazon bestellt. Ziemlich genau ein Jahr später erschienen in Amazons Produktempfehlungen Kinderbücher des gleichen Typs.

Das nenne ich Personalisierung für Fortgeschrittene.

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Diese Art der Personalisierung ist sehr wirkungsvoll. Wenn Sie dem Besucher ein Produkt bieten, von dem Sie wissen, dass es ihm gefällt, steigern Sie seine Kaufbereitschaft ungemein. Clément hatte zum Beispiel sofort Lust, seiner Nichte die Fortsetzung von „Kleiner Dino“ zu schenken.

Dasselbe gilt für andere Inhalte Ihrer Webseite: Bilder, Videos, Artikel usw. Millennials erwarten, dass Marken und Unternehmen ihnen optimierte User Experiences bieten. Leicht lassen sie eine Marke fallen, die dieser Anforderung nicht gerecht wird. Genauso leicht werden sie regelrechte Botschafter von Marken, die maßgeschneiderte Erfahrungen bieten. Alles oder nichts: Stellen Sie sicher, dass Sie bei „Alles“ dabei sind!

2. Millennials sind Mobile First: Optimieren Sie Ihre Webseite für mobile Endgeräte!

Vor ein paar Wochen haben wir bereits über UX-Trends gesprochen: Weniger ist mehr! Und das gilt besonders bei den kleinen Bildschirmen mobiler Endgeräte. Sind Sie sicher, dass Ihre Webseite klar strukturiert ist? Wenn nicht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Besucher auf ihr zurechtfindet… Auch wenn sie einfach zu handhaben ist, gibt es bestimmt immer noch Optimierungsmöglichkeiten, z.B. zur vereinfachten, reibungslosen Navigation.

Hier ein paar Fakten zur Smartphone-Nutzung von Millennials

  • 67% kaufen und vergleichen Preise auf Smartphone
  • 64% suchen Coupons und Preisreduzierungen auf Smartphone
  • 86% finden, dass die meisten Webseiten nicht gut auf mobile Endgeräte zugeschnitten sind
  • 35% würden wieder über Telefon kaufen, wenn es nicht so kompliziert wäre.

Quelle: Maxburst

Sie haben noch nicht in die mobile Version Ihrer Webseite investiert? Worauf warten Sie noch? Denken Sie nur an all die ungeduldigen Millennials, die nur darauf warten, bei Ihnen zu kaufen!

Um die Webseite für mobile Nutzer zu optimieren, brauchen Sie nicht unbedingt eine komplette Neugestaltung vorzunehmen. Kleine Veränderungen können enorme Verbesserungen mit sich bringen, wie das Beispiel von Younited Credit beweist.

In Frankreich nutzen 54% der Kunden unter 35 Banking-Dienstleistungen über Smartphone. Grund genug für Younited Credit, die User Experience seiner Kunden auf Smartphone einem A/B Test zu unterziehen.

Ziel von Younited Credit ist, die Besucher zu animieren, den Conversion-Prozess abzuschließen, d.h. ein grundsätzliches Einverständnis zu geben.

arnaudcollin_fideliser_millennials„Die Analyse des Besucherverhaltens auf Smartphone hat gezeigt, dass die Etappe, während der wir unsere unterschiedlichen Angebote vorstellen, nicht intuitiv genug war. Dank Kameleoon konnten wir unseren Usern besser bei der Suche des richtigen Kredits helfen, und so die Kreditanfragen um 15% steigern.“

Arnaud Collin, Product & UX Manager, Younited Credit

Was meinen Sie, welche Variante hat gewonnen? Kleiner Tipp: die klarer strukturierte… Die Lösung finden Sie in der kompletten Success Story.

3. Millennials sind „always on“, bleiben aber Ladengeschäften treu

So vernetzt sie auch sind, Millennials kaufen nach wie vor gern in „echten“ Geschäften. Lieber als eine 100% virtuelle Erfahrung wünschen sie sich laut Accenture eine übergreifende User Experience.

Claudie Pierlot baut ihre Cross Channel Experience aus

Accentures Studie zeigt, dass Millennials (wie andere Internetuser auch) vorziehen, ein Kleidungsstück anzufassen und anzuprobieren. Wie kann man sonst sicher sein, dass der Schnitt oder die Größe eines Kleidungsstücks dem Körperbau entsprechen?

Um Warenrücksendungen (ein echter Kostenfaktor!) zu reduzieren, verbesserte Claudie Pierlot ihre Cross Channel-Strategie dank eines A/B-Tests.

juliedubec_fideliser_millennials„Wir wollten die User Journey unserer Besucher klarer gestalten. Dank Kameleoon konnten wir schnell und einfach einen A/B-Test durchführen und die Aktionen „In den Warenkorb“ und „In einer Boutique reservieren“ klarer unterscheiden.“

-Julie Dubec, Leiterin Digital & CRM, Claudie Pierlot

Lesen Sie unsere Success Story, um zu erfahren, welche Variante die Gewinnervariante ist!

Und wenn Sie ein weiteres Beispiel der effizienten Senkung (über 20%!) der Rücksendungen möchten, lesen Sie die Success Story von Lacoste!

4. Schaffen Sie native (oder zumindest kontextuale) Werbe-Inhalte

Traditionelle, oft aggressiv anmutende Werbung, wie manche Marken sie nach wie vor anbieten, kommt bei Millennials einfach nicht an. Die US-amerikanische PPAI zeigt z.B. auf, dass die Zahl der auf Facebook aktiven Millennials 2015 um 25% zurückging, gerade wegen der aufdringlichen Werbung. Dabei akzeptieren 88% unter ihnen Werbung, die intelligent an ihre Bedürfnisse angepasst ist.

Die Werber von heute haben es wahrlich nicht leicht. Laut Statistika haben 53% der 18 bis 35-jährigen Deutschen Adblocker installiert. Das erschwert die Kommunikation der Marken bei dieser Generation ungemein. Sie müssen das Vertrauen der Besucher gewinnen und sie zur Deaktivierung von Adblockern auf Ihrer Webseite bewegen, damit die Werbung auf Ihren Seiten gesehen wird.

a. Adblocker-Deaktivierung: Beispiel L’Etudiant

Mit monatlich fast 3 Millionen Unique Visitors ist L’Etudiant die führende französische Mediengruppe der Altersklasse 15-25 Jahre. Die Gruppe wollte Nutzer über den negativen Einfluss von Adblockern informieren, sowohl auf die Entwicklung ihrer Aktivitäten (Werbung ist ein wichtiger Bestandteil des Umsatzes von Mediengruppen), als auch auf Qualität und kostenlosen Zugriff auf Inhalte.

Und so sieht das Pop-up aus:

Original auf französisch

Variante B hat zu einer Steigerung der Zahl der Deaktivierungen um 179% geführt.

Ist der Adblocker deaktiviert, müssen Sie dem User beweisen, dass seine Entscheidung richtig war und Werbung bieten, die seinen Besuch auf Ihrer Webseite erstens nicht stört und zweitens, wenn möglich, Ihre Inhalte sinnvoll ergänzt.

Der Millennial schlechthin ist ein bisschen egozentrisch. Wenn Sie ihm zeigen, dass Sie ihn ernst nehmen, bleibt er Ihnen treu.

b. User Generated Content nutzen

Die Millennials setzen dem klassischen Einweg-Marketing ein Ende. Ohne Kontakt (egal welcher Art) zwischen Ihrer Marke und Besuchern verlieren Sie letztere. Ein Weg, das zu verhindern, ist User Generated Content (UGC).

Denn wer kann Ihre Marke besser bewerben als Ihre eigenen Kunden? 

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SheIn

Der Bekleidungs-Retailer Shein bietet seinen Kundinnen Treuepunkte, wenn sie Fotos teilen, auf denen sie auf der Webseite gekaufte Kleidungsstücke tragen und in Szene setzen.

Käufer’s Show zeigt Fotos von Kundinnen, die das entsprechende Kleidungsstück tragen. Diese Art des UGC hat den doppelten Vorteil, dass Kundinnen sich mit der Marke identifizieren und verbunden fühlen und dass Besucherinnen sich ein besseres Bild vom entsprechenden Kleidungsstück machen können.

GoPro.

Jeden Tag werden auf YouTube etwa 6.000 mit GoPro gefilmte Videos auf YouTube hochgeladen. Eine wahre Goldgrube für die Marke, die sich die Kommunikation ihrer sehr aktiven Community zunutze macht.

Die GoPro-Kamera wird wegen ihrer Stabilität auch in Extremsituationen gerade von „Abenteurern“ und Hobbysportlern gerne genutzt. Oft sind die Filme sehr erfolgreich, immer zeigen sie die Qualität des Produkts (siehe rührendes Beispiel unten)!

Die Marke hat eine Extra-Seite für UGC eingerichtet, um User dazu zu bewegen, ihre Videos zu teilen und eventuell einen Buzz zu schaffen. Wenn Sie 10 Minuten Zeit haben, schauen Sie rein, es lohnt sich!

UGC funktioniert umso mehr bei Millennials, als diese Generation eher der Meinung Gleichgesinnter als der Kommunikation von Unternehmen Glauben schenkt. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, liest etwa ein Drittel der Millennials Blog- oder Forumsbeiträge, bevor ein Produkt oder eine Dienstleistung gekauft wird.

Millennials: anspruchsvolle aber ehrliche Verbraucher

Wie Sie Millenials am besten überzeugen? Mit Transparenz. Ihre Marke muss gut kommunizieren, leicht zugänglich sein und dem Besucher bieten, was er sucht. Wenn diese drei Aspekte stimmen, ist die Conversion umso leichter.

Beispiele wie Netflix oder Spotify zeigen: Millenials sind gerne bereit, Geld für Premium-Content auszugeben. Und diese beiden Marken konnten sich dank eines leichten Zugangs und Service in Echtzeit durchsetzen.

Millenials oder nicht, die Konkurrenz ist immer nur wenige Klicks entfernt. Da kann man sich nicht mehr erlauben, die Optimierung der User Experience zu vernachlässigen. Wie erfolgreiche Strategien in diesem Bereich aussehen können, zeigen wir in unserem Guide Webseitenoptimierung E-Commerce. Lassen sie sich inspirieren!

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Michael Witzenleiter
Michael Witzenleiter

Als Geschäftsführer ist Michael für das Wachstum von Kameleoon in Deutschland verantwortlich. Seine jahrelange Erfahrung in der Beratung hat ihn zum echten Spezialisten der User Experience gemacht. Falls er ausnahmsweise mal nicht arbeitet, finden Sie ihn auf dem Fußballplatz!